Mein Schlafzimmer ist meine Wohlfühloase.

Ich wohne in München in dem gerade “upcoming” Viertel Giesing. Was so viel heißt wie, dass man sich hier die horrenden Mieten noch halbwegs leisten kann. Leider ist es noch nicht meine Altbaupenthousetraumwohnung mit Dachterrasse und Fischgrätenparkett, aber eine nette überschaubare 60 Quadratmeter Wohnung mit Balkon in einem mehr oder weniger 80er Jahre Neubau.Viele in München Lebende werden mit mir fühlen, wenn ich sage, dass es nicht ganz einfach ist eine leistbare
Wohnung zu finden, vor allem wenn man neu in der Stadt ist. Ich hatte Glück und nach etwas Anlaufschwierigkeiten, meine Wohnung gefunden. Ich, als ambitionierte Selbermacherin habe natürlich auch eigenhändig renoviert. Okay renovieren ist etwas übertrieben, aber ich habe die alten Tapeten eigenhändig runter gerissen und neu gestrichen. Der wichtigste und schönster Raum für mich ist mein Schlafzimmer mit kleiner Arbeitsecke.

Alter Architektenstuhl vor dunkel blauer Wand

Was ist mir wichtig beim Einrichten?

Ich muss mich in jeglicher Hinsicht wohlfühlen. Vor allem das Schlafzimmer, was ein sehr intimer Raum ist. Dieser muss Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen. Daher war es mir wichtig so wenig wie möglich in das Zimmer zu stellen. Zentrales Thema ist natürlich das freistehende Bett. Bei aller Gemütlichkeit wird aber Design und ein gewisser Stil nicht vernachlässigt.

Weißes Holzbett mit grauer Leinenbettwäsche vor dunkel blauer Wand

Habe ich mir ein Einrichtungskonzept überlegt?

Ja ohne Konzept geht Nichts bei mir. Als erstes braucht man Ideen. Ich hole mir diese gerne von Zeitschriften oder Pinterest. Ich lege auch gerne Moodboards an, wo ich alles sammle was mir gefällt und daraus entwickle ich dann ein Einrichtungskonzept. Ich schaue mir auch an, was habe ich schon an Möbel und Dekoration, und wie passen diese in mein Konzept. Man kann sich auch vorher seine Lieblings Möbelstücke nehmen und das Einrichtungskonzept herum bauen.

Vorbereitung ist alles. Ideen, Inspirationen und ein Konzept.

Beim Schlafzimmer hatte ich schon einige Einrichtungsstücke, die ich unbedingt behalten wollte. Möbel die ich schon lange besitze oder auch selber restauriert habe. Daher wurde das Konzept um diese Lieblings Möbelstücke herum gebaut. Das Motto des Schlafzimmers war am Ende: helles, luftiges Danish Design mit einem Hauch von dunkler Gemütlichkeit.

6oer Jahre Sideboard in weiß und Kupfer

Welche Lieblingsstücke und was macht sie so besonders?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich nur noch Lieblingsstücke. Ich habe wirklich so rigoros aussortiert und nur noch die Möbel behalten, die ich wirklich toll finde.

Mein Bett begleitet mich schon seit einigen Jahren. Es ist aus Vollholz und ein simples Stecksystem ohne Schrauben und Metall. Ich habe es vor einiger Zeit weiß gestrichen, was man auch sieht, weil ich nicht ganz so sauber gearbeitet habe. Dann das kleine 60er Jahre Sideboard vom Second Hand Möbelladen, welches ich in mühevoller Arbeit abgeschliffen und neu gestaltet habe. Der Lesestuhl aus den 50ern ist ein Erbstück und wurde ebenso von mir neu aufbereitet und von einem Tapezierer neu gepolstert. Den Schreibtisch habe ich selbst gebaut und ist, wenn er nicht gerade vollgestellt wird von mir, ein sehr produktiver und schöner Arbeitsplatz. Auch das Wandregal ist ein DIY Projekt gewesen. Super einfach zu machen. Die Geschichte und was ich mit den Möbelstücken verbinde macht sie so besonders.

Grauer Lesesessel aus den 50ern mit Beistellstisch

Welche Farben und warum genau diese?

Die Charakteristik von Danish Design sind oft helle Naturtöne mit viel weiß und dezenten Pastellfarben. Angelehnt an diese Farbschema sind die Hauptfarben Weiß, Holztöne und Grau. Im Kontrast dazu ist eine Wand in einem matten dunkel Blau (Schöner Wohnen Architect’s Finest “Belém”) gehalten. Die dunkle Farbe bringt eine gewisse Gemütlichkeit in den Raum und verlängert das Schlafzimmer optisch. Ein paar Kupfer Akzente runden das ganze Farbkonzept ab.

Weißer Nachttisch neben Bett mit gelben Buch

Wie wichtig sind unterschiedliche Materialien und Strukturen?

Ich verwende gerne unterschiedliche Materialien und Strukturen um interessante Kontraste zu erhalten. Ich habe im Schlafzimmer vor allem Naturmaterialien gesetzt. Holz, Wolle und Leinen bringen wärme und Gemütlichkeit in den Raum. Die Kupfer und Silber Akzente sorgen für den passenden kühlen und edlen Kontrast. Der weißer Stoff und und die weißen Wände sorgen für ein helles und reines Raumgefühl.

Tipps für ein gemütliches und individuelles Schlafzimmer

  • Einrichtungskonzept
    Bevor du mit dem Einrichten startest, überleg dir ein Konzept mit deinen Anforderungen und Ideen. Pinterest kann eine gute Inspirationsquelle sein.
  • Reduzieren
    So viel wie möglich aussortieren und verstauen um Platz und Raum für Statement Stücke zu haben. So können sie am besten wirken und gehen nicht unter.
  • Kontraste
    Kontraste machen interessant. Ein komplett weißes Zimmer kann bestimmt gut aussehen, aber eigentlich ist es langweilig. Überlege dir Kontraste und setze sie gezielt ein z.B. dunkle/helle Wandfarbe.
  • Naturmaterialien
    Um Gemütlichkeit und eine Wohlfühlatmosphäre im Schlafzimmer zu kreieren nimmst du am besten Naturmaterialien. Holz, Wolle oder Leinen sind nur einige wenige Optionen.

Bett mit grauer Leinenbettwäsche vor dunkel blauer Wand

My home is my castle oder zu Hause fühle ich mich am wohlsten.

Man ist nie fertig und es kommen immer neue Lieblingsstücke dazu oder auch wieder weg. So geht es zumindest mir mit meiner Wohnung. Alles ist immer in Veränderung, auch die Einrichtung. Geschmäcker bleiben nicht immer gleich und die Bedürfnisse passen sich an.

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